Euphonium
Euphonium-Unterricht erteilt:
Hans Baumgartner
Das Euphonium als Tenor- und Baritonstimme entwickelte sich aus der Ophikleide, welches wiederum aus dem Serpent hervorging.
Als etwa 1813 die Périnet-Ventile erfunden wurden, wurde neben der Trompete der Tenortrompetenbass erbaut, der sich zum Flügelhorn entwickelte. Zu diesem Instrument baute man eine weitere Form, das Tenorhorn.
1843 wurde das Euphonium erfunden, um einen tieferen und weicheren Klang zu erhalten. Es wurde allerdings damals noch mit dem italienischen corno basso chromatico bezeichnet. Als Erfinder gelten „Capellmeister Sommer“, der aus Weimar stammte, und Adolphe Sax. Das Euphonium erhielt eine weitere Mensur. Das Euphonium nennt man auch Infanteriecello, es ist das „Violoncello“ der Blasmusik.
Aufbau und Eigenschaften
Die Grundstimmung des Euphoniums ist in B; es klingt eine Oktave tiefer als eine Trompete und eine Oktave höher als eine Tuba in dieser Stimmung.
Während manche frühen Modelle wegen der unvermeidlichen Intonationsprobleme von Ventilkombinationen mit bis zu sechs Ventilen ausgestattet waren, haben heutige Euphonien stattdessen mitunter ein Kompensationssystem, in jedem Fall aber nur noch drei oder vier Ventile. Die ersten drei werden mit der rechten Hand und je nach Bauart des Instruments entweder von oben oder von vorn gegriffen (top action oder front action). Das vierte Ventil, so vorhanden, ist ein Quartventil. An einfachen Instrumenten befindet es sich neben den ersten drei Ventilen (in-line) und wird mit dem kleinen Finger der rechten Hand gegriffen.
In der Klangfarbe unterscheiden sich Euphonium und Posaune erheblich: Infolge seiner konischen Mensur ähnelt der weichere Klang des Euphoniums stark dem des Waldhorns, während die Posaune aufgrund ihrer zylindrischen Mensur härter klingt und eher der Trompete ähnelt.
Einsatz des Euphoniums und Klang
Das Euphonium wird in Blaskapellen als Soloinstrument eingesetzt, weil es einen weichen, aber auch spitzen, lauten Klang haben kann.
Im symphonischen Bereich wird das Euphonium – wenn überhaupt – solistisch eingesetzt, und zwar für bestimmte Partien in meist spätromantischen Werken, bei denen nicht völlig klar ist, ob der Komponist mit „Tuba“ eine Tenortuba, eine Wagnertuba, ein Saxhorn oder ein anderes, heute eventuell nicht mehr gebräuchliches Instrument im Sinn hatte und die oberhalb des „normalen“ Tonumfangs einer modernen F-Tuba notiert sind. Das Euphonium wird im sinfonischen Bereich auch anstatt des Tenorhorns verwendet.

Hans Baumgartner
Das Euphonium als Tenor- und Baritonstimme entwickelte sich aus der Ophikleide, welches wiederum aus dem Serpent hervorging.
Als etwa 1813 die Périnet-Ventile erfunden wurden, wurde neben der Trompete der Tenortrompetenbass erbaut, der sich zum Flügelhorn entwickelte. Zu diesem Instrument baute man eine weitere Form, das Tenorhorn.
1843 wurde das Euphonium erfunden, um einen tieferen und weicheren Klang zu erhalten. Es wurde allerdings damals noch mit dem italienischen corno basso chromatico bezeichnet. Als Erfinder gelten „Capellmeister Sommer“, der aus Weimar stammte, und Adolphe Sax. Das Euphonium erhielt eine weitere Mensur. Das Euphonium nennt man auch Infanteriecello, es ist das „Violoncello“ der Blasmusik.
Aufbau und Eigenschaften
Die Grundstimmung des Euphoniums ist in B; es klingt eine Oktave tiefer als eine Trompete und eine Oktave höher als eine Tuba in dieser Stimmung.
Während manche frühen Modelle wegen der unvermeidlichen Intonationsprobleme von Ventilkombinationen mit bis zu sechs Ventilen ausgestattet waren, haben heutige Euphonien stattdessen mitunter ein Kompensationssystem, in jedem Fall aber nur noch drei oder vier Ventile. Die ersten drei werden mit der rechten Hand und je nach Bauart des Instruments entweder von oben oder von vorn gegriffen (top action oder front action). Das vierte Ventil, so vorhanden, ist ein Quartventil. An einfachen Instrumenten befindet es sich neben den ersten drei Ventilen (in-line) und wird mit dem kleinen Finger der rechten Hand gegriffen.
In der Klangfarbe unterscheiden sich Euphonium und Posaune erheblich: Infolge seiner konischen Mensur ähnelt der weichere Klang des Euphoniums stark dem des Waldhorns, während die Posaune aufgrund ihrer zylindrischen Mensur härter klingt und eher der Trompete ähnelt.
Einsatz des Euphoniums und Klang
Das Euphonium wird in Blaskapellen als Soloinstrument eingesetzt, weil es einen weichen, aber auch spitzen, lauten Klang haben kann.
Im symphonischen Bereich wird das Euphonium – wenn überhaupt – solistisch eingesetzt, und zwar für bestimmte Partien in meist spätromantischen Werken, bei denen nicht völlig klar ist, ob der Komponist mit „Tuba“ eine Tenortuba, eine Wagnertuba, ein Saxhorn oder ein anderes, heute eventuell nicht mehr gebräuchliches Instrument im Sinn hatte und die oberhalb des „normalen“ Tonumfangs einer modernen F-Tuba notiert sind. Das Euphonium wird im sinfonischen Bereich auch anstatt des Tenorhorns verwendet.
